Zu Eben Moglen: Illegales Kopieren

„Freedom of thought“ wurde gerade eben auf der re:publica wortreich und -gewandt von Eben Moglen gefordert. Recht hat er – und deshalb können illegale Kopierer durchaus auch mal als Freiheitshelden gefeiert werden:

Illegale Kopien: Nabokov-Texte im Museum in Sankt Petersburg

Im Nabokov-Museum in Sankt Petersburg steht eine Vitrine mit handgeschriebenen oder mit der Schreibmaschine abgetippten Texten des Autors. Abgeschrieben von Menschen, die seine in der Sowjetunion verbotenen Texte liebten und sie auch anderen zugänglich machen wollten. In mühevoller Arbeit, unter hohem persönlichen Risiko schrieben sie die Bücher ab und konnten, meist mit Hilfe von Durchschlagpapier, immer nur sehr wenige Kopien auf einmal machen.

Sollte Nabokov etwas dagegen gehabt haben, dass seine Texte so verbreitet wurden? Nabokov konnte übrigens – es sei ihm gegönnt – in seinen letzten zwei Lebensjahrzehnten von seinen Tantiemen leben.

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2 Gedanken zu „Zu Eben Moglen: Illegales Kopieren

  1. Und deswegen ist Pop-Musik-Kopieren jetzt cool? Wo ist denn die Zensur und die Todesgefahr. Zumindest die Implikationen dieses Hinweises finde ich hochgradig anmaßend.

    • Nein, eine solche platte Aussage möchte ich ja gerade nicht treffen. Das Nabokov-Beispiel zeigt doch vor allem, wie vielschichtig die Thematik ist.

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