Fensterkitt

Fensterkitt besteht aus Schlämmkreide und Leinöl und wird als knetbare Masse verarbeitet. Seit dem 18. Jahrhundert diente Leinölkitt zur Abdichtung zwischen Fensterscheibe und Fensterrahmen.Nach der Verarbeitung härtet der Kitt im Lauf der Jahre aus und wird schließlich spröde. Weil das Fenster nun nicht mehr dicht ist, muss die Verkittung erneuert werden.

einfach verglastes Sprossenfenster mit bröckeligem Fensterkitt

Dieses einfach verglaste Sprossenfenster ist genau hundert Jahre alt. Der Fensterkitt wurde seit Jahrzehnten nicht erneuert und ist daher bröckelig und undicht geworden.

Die heute per Energiespargesetz geforderten Isolierglasscheiben werden mit silikonhaltigen Dichtstoffen eingeglast. Nur im traditionellen Handwerk wird Fensterkitt noch immer zum Einglasen von einfach verglasten Fenstern verwendet. Weil der Leinölkitt nur langsam aushärtet, bleibt die Kittfuge länger bearbeitbar und kann sorgfältiger geformt werden als eine Silikonfuge. Trotzdem wird Leinölkitt immer seltener verwendet. Hier findet man gute Informationen über den Werkstoff Leinölkitt.

einfach verglastes Sprossenfenster mit erneuertem Fensterkitt
Hier sieht man das Fenster mit frisch erneuertem, sorgfältig ausgeformtem Fensterkitt.
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